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Herzlich Willkommen auf der Homepage des Architekturpreises Südtirol 2019!

Der Architekturpreis Südtirol möchte jene in Südtirol realisierten Bauwerke prämieren und veröffentlichen, welche sich durch Idee und konsequente Konstruktion, mittels innovativer oder traditioneller Technologien, auszeichnen. Werke, welchen es gelungen ist, einen befruchtenden Bezug zwischen dem Gebauten, der Landschaft, der Bauherrschaft und der Gesellschaft herzustellen.
Die 24 Projekte der Publikumsbewertung werden hier veröffentlicht. Die Bekanntmachung der Sieger und die Preisverleihung erfolgen in feierlichem Rahmen beim
> FEST DER ARCHITEKTUR <
11. Jänner 2019, im NOI Techpark,
A.- Volta - Str. 13a in Bozen

Weitere Infos unter www.stiftung.arch.bz.it



 

ALTARRAUM PFARRKIRCHE SCHENNA

Bauen im Altbestand

Baujahr

Fertigstellung 2016

Projektnummer

193

Details

Umbau

50qm

Architekt/Partner

Studio Messner Architects

Arch. David Messner

Arch.. MESSNER VERENA


Projekt Mitarbeiter

zusammen mit: Franz Messner

Neugestaltung des Presbyteriums und der liturgischen Objekte in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt von Schenna. 1. PREIS WETTBEWERB zusammen mit Franz Messner (1952-2017). Der Altarraum bildet in seiner architektonischen und künstlerischen Gestaltung, in der Wahl des Materials und den vorherrschenden betont schlichten Formen eine klare Einheit. Die Objekte im Altarraum unterscheiden sich in ihrer Größe und Position und erhalten dadurch ihre Funktion, Gewichtung und Bedeutung im liturgischen Geschehen. Der reich an skulpturalen und bildlichen Objekten ausgestattete Kirchenraum mit seinen dominanten Pfeilern lässt einzig eine schlichte Formensprache zu. Die entstandenen Freiräume erlauben eine vielseitige Bespielung des Altarraumes. Durch die klar funktionale und harmonische Verteilung der Elemente im Altarraum wird mehr Raum für das liturgische Geschehen geschaffen. Für den gesamten Altarraum wurde auf Wunsch der Bauherrschaft eine Fußbodenheizung eingebaut. Der realisierte Entwurf für die neue Stufenanlage besticht durch seine formale Schlichtheit. Das Anheben des Altarraumes um eine Stufe sorgt zudem für eine erhöhte Sichtbarkeit im gesamten Kirchenraum. Die Überbauung des Altarraumes wurde als klares, zentral positioniertes Rechteck in Ifinger Granit ausformuliert und verleiht demselben durch ihre formale Eleganz, die differenzierte Materialwahl und die betonte Reduktion seine Gewichtung. Die seitlichen, bündigen Anschlüsse der Überbauung zum bestehenden Mauerwerk des Presbyteriums wurden bewusst zurückhaltend in Lärchenholz gestaltet und unterstreichen dadurch umso mehr die Bedeutung der liturgischen Objekte Altar, Ambo und Priestersitz innerhalb der zentralen Altarinsel. Die Bedeutung des Ambo als Ort der Verkündigung wird durch die Nähe zur Kirchengemeinde noch verstärkt. Die drei primären liturgischen Objekte Altar, Ambo und Priestersitz stehen durch ihre formale Ausprägung und einheitliche Materialwahl (Göflaner Marmor) in starkem Bezug zueinander. Durch die künstlerische Ausformung entsteht im Betrachter ein Gefühl der inhaltlichen und äußeren Zusammengehörigkeit der Objekte im Altarraum. Das zentrale liturgische Objekt Altar ist in der Mittelachse des um drei Stufen erhöhten Altarraumes positioniert. Der massive Marmorblock mit seiner mehrfarbigen, wolkenartigen Ausprägung gleicht einem Gemälde. Die zahlreichen darin vorkommenden Farbnuancen nehmen die in der Kirche vorgefundenen Tonalitäten auf. Der Ambo, Ort der Verkündigung des Wortes Gottes, findet seinen Platz rechts vor dem Altar und bildet ein Gegengewicht zur Kanzel am vordersten linken Pfeiler im Kirchenraum. Er ist somit das liturgische Objekt des Altarraumes, das räumlich der Kirchengemeinde am nächsten ist. Der Priestersitz bildet den dritten der primären liturgischen Orte. Er findet seine Position seitlich vor dem Altar. Die Sitzfläche des Priestersitzes wurde in massivem Nussholz ausgebildet. Die liturgischen Objekte Altar, Ambo und Priestersitz wurden in Göflaner Marmor realisiert, der durch seine warme Tonalität und Beschaffenheit die Farbgebung und Atmosphäre des Kirchenraumes aufgreift, einen harmonischen, stimmigen Gesamteindruck schafft und gleichzeitig die neuen Interventionen klar ablesbar macht. Sämtliche Möbel im Altarraum wurden in Nussholz ausgeführt, zumal dieses Material, ebenso wie Lärchenholz, bereits bei den bestehenden Bänken zur Verwendung kam.

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