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Architekturpreis Südtirol 2013

Herzlich Willkommen auf der Homepage des 7. Südtiroler Architekturpreises 2013. Der Südtiroler Architekturpreis wird alle zwei Jahre von der Architekturstiftung Südtirol ausgeschrieben und es werden herausragende Objekte in Südtirol prämiert, welche seit 2008 fertig gestellt wurden. Eine Jury hat aus den insgesamt 149 Einsendungen die besten vier je Kategorie (public, housing, office & industry, tourism, open spaces, interior und renovation) ausgewählt. Die insgesamt 28 Projekte sind auf dieser Homepage veröffentlicht. Die Preisträger werden am 21. November 2013 mit Beginn 20.00 Uhr im Konzerthaus (Auditorium) Joseph Haydn in Bozen, im Rahmen des Festes der Architektur bekannt gegeben. Es werden ein 1. Preis, sieben Kategorienpreise und der Publikumspreis vergeben.

Weitere Infos unter www.arch.kultura.bz.it

Wohnhaus in St. Johann - Bozen

Renovation

Baujahr

Fertigstellung 2012

Projektnummer

014

Details

Umbau

840m³

Architekt/Partner

Arch. Susanne Waiz

 Architekturbüro Susanne Waiz 

Das Haus mit einer überbauten Fläche von nur 42 m2, geht auf ein sehr altes Bebauungsmuster zurück, steht jedoch nicht unter Denkmalschutz. Die Bauuntersuchung datiert den ebenerdigen Kernbau auf das ausgehende 14. Jahrhundert. Die Genese des Hauses zeigt ein auf den mittelalterlichen Kernbau aufbauendes Wachstum über die Jahrhunderte. Die Kenntnis des Bestandes führte zu einem ersten Projekt, das dieser Entwicklung folgend ein weiteres Geschoß mit Flachdach aufsetzt. Dieser Entwurf wird von der Ensembleschutzkommission abgelehnt. Die schließlich genehmigte Variante erhält das (heutige) Bild des Ensembles, die auf die Kirche gerichtete Nordfassade wird durch ein steiles Mönch und Nonne Dach abgeschlossen. Bei der Sanierung konnten die Holzbalkendecken im vorderen Teil des Hauses erhalten werden. Nur in einem Geschoss wurde die Decke durch zusätzliche Holzbalken verstärkt. Auch die Mauern und ein Großteil der Putze sowie die Fenster blieben erhalten. Allerdings bildete die schmale und einsturzgefährdete Holztreppe einen großen Schwachpunkt. Daher wurde im Anschluss an den Lichthof des Nachbarhauses ein neues Treppenhaus errichtet. Da eine Zufahrt mit großen Fahrzeugen nicht möglich war, wurden die neue Treppe aus gebogenem Stahlblech und das Stiegenhaus als Holzkonstruktion konzipiert. Innerhalb weniger Tage konnten die Treppenelemente auf der Baustelle verschraubt und mit vier Rundstählen von der Decke abgehängt werden. Da es sich bei dem Projekt, bis auf das Treppenhaus, tatsächlich um eine Sanierung handelt, waren die Baukosten – trotz der stark heruntergekommenen Bausubstanz – unter dem Strich sehr niedrig. Das Projekt für drei Wohneinheiten und ein Büro im Erdgeschoss liegt im Bereich „low budget“.

teamBLAU