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Architekturpreis Südtirol 2013

Herzlich Willkommen auf der Homepage des 7. Südtiroler Architekturpreises 2013. Der Südtiroler Architekturpreis wird alle zwei Jahre von der Architekturstiftung Südtirol ausgeschrieben und es werden herausragende Objekte in Südtirol prämiert, welche seit 2008 fertig gestellt wurden. Eine Jury hat aus den insgesamt 149 Einsendungen die besten vier je Kategorie (public, housing, office & industry, tourism, open spaces, interior und renovation) ausgewählt. Die insgesamt 28 Projekte sind auf dieser Homepage veröffentlicht. Die Preisträger werden am 21. November 2013 mit Beginn 20.00 Uhr im Konzerthaus (Auditorium) Joseph Haydn in Bozen, im Rahmen des Festes der Architektur bekannt gegeben. Es werden ein 1. Preis, sieben Kategorienpreise und der Publikumspreis vergeben.

Weitere Infos unter www.arch.kultura.bz.it

Schloss Bruneck – Messner Mountain Museum Ripa

Renovation

Baujahr

Fertigstellung 2011

Projektnummer

126

Details

Umbau

k.A

Architekt/Partner

Arch. Kurt Egger

Arch. Gerhard Mahlknecht

Arch. Heinrich Mutschlechner

 EM2 ARCHITEKTEN 

Schloss Bruneck, erbaut um 1250 vom Brixner Fürstbischof Bruno von Kirchberg und ehemals Sommerresidenz der Brixner Bischöfe beherbergt ab 2011 das fünfte und vorerst letzte Messner Mountain Museum RIPA mit Themenschwerpunkt Bergvölker.
Schloss Bruneck, das über die Jahrhunderte verschiedenste räumliche Ergänzungen, Um- und Weiterbauten erfahren hat, wurde in den Jahren 2009-2011 saniert und als Museum adaptiert. Die Aufgabe bestand darin, einerseits das Schloss im Sinne der Denkmalpflege als kulturelles Erbe zu sanieren und zu restaurieren und andererseits die Ausstellung über die Bergkulturen der Welt unterzubringen. Es galt die Geschichte des Schlosses, die Vergangenheit wieder lesbar zu machen, das Kerngebäude von historisch nicht Wertvollem herauszuschälen und originale Bauphasen sauber herauszuarbeiten.
Die Schwierigkeit bei der Umsetzung dieses Vorhabens lag darin, in gebaute Strukturen mit Zweckbestimmung Schloss ein Museumskonzept für die Ausstellung Bergvölker umzusetzen und notwendige Ergänzungen und räumliche Erweiterungen so unterzubringen, dass diese sich nahtlos und unaufdringlich jedoch klar lesbar in die Geschichte und Bestand Schloss einfügen: die für einen Museumsbetrieb notwendigen Aus- Um- und Zubauten wurden in zeitgemäßem Architekturvokabular umgesetzt.
Die Erweiterungsbauten im Zugangsbereich des Schlosses sind als temporär gebaut, lesbar bewusst in Holz ausgeführt. Die Erweiterung im Zwinger ist als unterirdischer Zubau kaum wahrnehmbar und als begrünte Freifläche zwischen Schloss und Burgmauer wieder wie immer begehbar. Über den unterirdischen Zubau werden Kellerräume erschlossen, in denen Dunkelheit und mittelalterliches Gemäuer unmittelbar und gewaltig spürbar sind. Ein Moderner seine Technik zeigender Personenaufzug wurde in einen spätgotischen Anbau eingebaut und ist Bestandteil des Ausstellungskonzeptes. In den um 1282 erbauten und zur Kernburg gehörenden Bergfried wurde, dem archaischen Gemäuer und der Historie entsprechend, eine massive Holztreppe eingebaut über die der Museumsbesucher das Dach des Schlossturmes ersteigt, von dem aus ein herrlicher Blick zu den schneebedeckten Dreitausendern der Zillertaler Alpen im hintersten Ahrntal ermöglicht wird.

teamBLAU